Laufende ETF-Kosten sieht man nie auf der Abrechnung, sie werden still aus dem Fondsvermögen entnommen. Über Jahrzehnte summiert sich das gewaltig. Vergleich zwei TER-Werte und sieh selbst.
Modellrechnung mit konstanter Rendite. Steuern, Inflation und Produktkosten sind nicht berücksichtigt, sofern nicht ausgewiesen. Vergangene Wertentwicklungen sind kein Indikator für künftige Ergebnisse. Keine Anlageberatung.
Rendite ist eine Hoffnung, Kosten sind ein Versprechen. Die TER wird in guten wie in schlechten Jahren fällig und wirkt wie eine negative Rendite mit Zinseszins: Jeder Euro, der heute in Gebühren fließt, fehlt samt allen künftigen Erträgen am Ende.
Deshalb ist die Kostenfrage bei sonst gleichen ETFs keine Geschmacksfrage. Zwischen 0,2 und 0,7 Prozent TER liegen bei einem normalen Sparplan über 30 Jahre schnell fünfstellige Beträge. Geld, das nicht der Markt genommen hat, sondern das Preisschild.
Der zweite Kostenhebel neben der TER ist der Broker: Depotgebühren und Ordergebühren fressen nach demselben Prinzip. Beides zusammen entscheidet, wie viel von der Marktrendite wirklich bei dir ankommt.
Die Total Expense Ratio, also die laufenden Kosten eines ETF pro Jahr in Prozent. Sie wird nicht als Rechnung fällig, sondern täglich anteilig aus dem Fondsvermögen entnommen. Du siehst sie nur indirekt: als geschmälerte Rendite.
Beim gleichen Index meistens ja, aber nicht automatisch. Wichtiger als die TER allein ist die Tracking-Differenz, also wie genau der ETF seinen Index tatsächlich abbildet. Auch Fondsgröße und Alter spielen eine Rolle.
Große Welt-ETFs auf MSCI World oder FTSE All-World liegen etwa zwischen 0,07 und 0,25 Prozent. Themen- und Nischen-ETFs verlangen oft 0,4 bis 0,8 Prozent. Genau diese Differenz frisst über Jahrzehnte fünfstellige Beträge, wie der Rechner zeigt.